4.07.2012

Bundeswertpapiere nur noch gegen Gebühren

Bund will Private ausschließen

Bundeswertpapiere nur noch gegen Gebühren

Der Bund will mit Privatkunden weniger Geschäfte machen und ändert deshalb seine Ausgabepraxis, meldet das Handelsblatt. Bisher hat er alle seine Produkte kostenlos auch an Privatleute ausgegeben, doch damit soll jetzt Schluss sein. Bundesschatzanweisungen, Bundesobligationen und Bundesanleihen können Privatanleger ab 2013 nur noch über Privatbanken erwerben und müssen entsprechende Gebühren bezahlen.

Als Begründung wird das ungünstige Kosten-Nutzen-Verhältnis für den Bund genannt. Darüber hinaus ist allerdings auch zu vermuten, dass bei der Entscheidung der Druck der Privatbanken eine gewisse Rolle gespielt haben könnte. Die beklagen schon seit längerem, dass der Bund ihnen eine Möglichkeit nehme, Geschäfte zu machen. Für Privatanleger ist der Erwerb von Bundeanleihen im Moment ohnehin ein schlechtes Geschäft: Die Zinse sind wegen der Eurokrise auf einem historischen Tief.

 

Mehr dazu auf handelsblatt.com

 

(oe)

 

Bildquelle: (Pixelio.de/ sirknippsalot)

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Kommentare

  • 6.07. 18:47

    FKraft

    Wenn die Fa. BRD dann in Kürze Pleite geht, werden die Anleger ihre Einlagen auch da verlieren.

    Oder glaubt die Geschäftsleitung, dass trotz fehlender Demokratie und Solidarität zwischen Regierung und Volk im eigenen Land, der Bürger beständig daran glaubt, dass es doch irgendwann aufwärts geht? Wenn man doch weiß, dass die bestehende Situation durch die Politik künstlich
    erzeugt wurde. Ich rede von politischen Entscheidungen der Vergangenheit, die sich als Fehler herausgestellt haben.

    Die Regierung (Geschäftsleitung) kann im Finale der Krise nicht erwarten, dass man heute noch durch Apelle an das Volk (Mitarbeiter), jeden Bürger gern als Retter in der Not aktivieren kann. Zuviele haben begriffen, dass "Undank der Welt Lohn ist".

  • 6.07. 18:08

    FKraft

    Was sind "Bonds"?

    "Bonds" sind nichts anderes als Aktien an den Staat.
    Das interessante ist, dass der Staat jetzt eine dritte
    Partei die Möglichkeit verschafft, an den Bürger durch den Vertrieb seiner Aktien verdienen lässt. Der Bürger bezahlt jetzt sogar noch dafür, dass er den Staat durch den Kauf von Staatsaktien unterstützt.

    Aber bitte, welchen Gegenwert haben die Staatsaktien?

    Es ist schon eine Unverschämtheit, vom "ungünstigen
    Kosten-Nutzenverhältnis" auf Bundesseite zu sprechen.

    Es ist der Käufer, für den sich jetzt ein ungünstiges
    Kosten-Nutzen-Verhältnis auftut. Hier verschiebt sich
    schon wieder eine Staatslast auf den Einzelnen.

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