3.07.2012
Nur wenige Tage nachdem die großen Staaten Italien, Frankreich und Spanien ihre Interessen beim Gipfel von Rom durchgedrückt haben, melden sich die kleinen Staaten Finnland und Niederlande zu Wort. Aus der Regierung in Helsinki verlautete, man werde nicht zustimmen, wenn es um die Frage gehe, ob der ESM Staatsanleihen auf dem Sekundärmarkt kaufen solle.
Ganz ausschließen wollte der Regierungssprecher allerdings nichts, vielmehr verwies er darauf, dass man von Fall zu Fall entscheiden werde.
Aus der niederländischen Regierung verlautet ähnliches. Die Möglichkeiten der beiden Länder, die sich beide noch über ein Triple-A-Rating freuen können, sind indes begrenzt. Der ESM-Rat muss im Notfall nicht einstimmig entscheiden, sondern es reicht eine 85-prozentige Mehrheit. Doch lediglich Deutschland hat mit einem Anteil von 27 Prozent eine Sperrminorität. Beim leisen Aufbegehren Hollands und Finnlands könnte es sich also um einen hilflosen Versuch handeln, im Angesicht der Niederlage Haltung zu bewahren.
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(oe)
bildquelle: (Pixelio.de/ Stephanie Hofschlaeger)