2.07.2012

Nur Deutschland will sich an die Stabilitätskriterien halten

Ifo-Chef Sinn greift EU-Beschlüsse an

Nur Deutschland will sich an die Stabilitätskriterien halten

In der aktuellen Ausgabe des Handelsblatts nimmt IFO-Chef Hans-Werner Sinn kein Blatt vor den Mund: Mit den Beschlüssen des Euro-Gipfels von letzter Woche sind die Probleme von Investmentbanken in New York oder London zwar kleiner geworden, aber den Preis dafür zahlt Deutschland durch den Verlust an finanzieller Stabilität.

Insbesondere die Abkehr von der vorrangingen Bedienung der Retter prangert er als ökonomisch fatale Entscheidung an.

Damit habe man sich von den Regeln des IWF entfernt, an denen man sich immer orientiert habe. Die Stabilitätsregeln würden nicht zu Stabilität führen, weil die Deutschen die einzigen seien, die sie einzuhalten gedächten. Jetzt räche sich, dass Deutschland immer zu Kompromissen und Geldzahlungen bereit gewesen sei. Man habe bisher nicht gekannten Druck auf Angela Merkel ausgeübt und unterstellt, sie hege »imperiale Gelüste«. Sinn: »Deutschlands Empfänglichkeit für äußeren Druck war die Einladung, mit immer mehr Druck immer mehr Geld zu erpressen.«

 


Mehr dazu auf handelsblatt.com

 

(oe)

 

Bildquelle: (Wikipedia/ Jan Roeder, Krailling)

Kommentar schreiben






Kommentare

  • 2.07. 15:39

    Willi

    Herr Sinn hat von Anfang an die Situation richtig eingeschätzt, übrigens auf gleicher Ebene wie Herr Sarazin.
    Was ist passiert, nichts.
    Warum?
    Weil die Verantwortlichen einfach unfähig sind und schnellstenst ausgetauscht werden sollten.
    Definition für ausgetauscht:
    Amtsenthebung, Streichung aller Gelder, Entzug der bürgerlichen Ehrenrechte, Klappsmühle.....

  • 2.07. 12:48

    Dr. Schmidt

    Was treibt Merkel, Schäuble und Co. um, ständig den Forderungen der Pleitestaaten nachzugeben?
    Entweder verfügen diese über erpresserische Mittel, die unserem Volk nicht bekanntgemacht werden (z.B. Kanzlerakte)
    oder
    sie alle haben in ihrem Europawahn den Blick für die Realität verloren und lassen damit zu, daß Deutschland über den Finanzmarkt abgewirtschaftet wird
    oder
    sie sind schlicht und einfach unfähig, wobei nicht klar ist, ob diese Unfähigkeit auf mangelnde Geschichtskenntnis und Lebenserfahrung oder auf Charakterschwäche zurückzuführen ist.
    Sie sind nicht die Vertreter deutscher Interessen.

Seiten: 1

Aktionen

Bleiben Sie informiert! Bestellen Sie hier den Newsletter

Demokratie fördern! Unterstützen Sie den Abgeordneten Check.de mit einer Spende