21.06.2012
Um Griechenland für private Investoren attraktiv zu machen, krempelt die EU die griechische Verwaltung um. Was das für das Land bedeutet, erklärt EU-Kommissar Johannes Hahn im Interview mit Welt.de. Zunächst bestimmt die EU für jedes ihrer Projekte in dem Land einen Beamten, der ihnen über Gedeih und Verderb des Projekts Rechenschaft schuldet. Durch vierteljährige Berichte lassen sich die EU-Kommissare über Vor- und Rückschritte informieren.
Darüber hinaus ist Griechenland gezwungen Geld von der EU anzunehmen und nach deren Maßgaben einzusetzen: „Im Schnitt muss Griechenland jetzt pro Jahr etwa 3,5 Milliarden Euro an Fördermitteln abrufen, das ist auch ein Teil der Vereinbarung mit der EU und dem Internationalen Währungsfonds,“ erklärt Hahn und weiter: „Wir werden uns viel stärker inhaltlich einbringen und prüfen, ob die vorgeschlagenen Projekte auch unseren Zielen dienen.“
Weiter Behauptet Hahn die Griechischen Beamten seien über die Belehrungen aus Brüssel auch noch glücklich. Dass dies tatsächlich so ist, ist fraglich. Immerhin sank der Lebensstandard in dem Land, unter der EU-Fremdbestimmung auf das Niveau der Dritten Welt.
Lesen Sie das Interview auf: Welt.de
Bildquelle: (Wikipedia/ Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung (Österreich), Martha Brinek, Romana Reschenhofer, Maximilian Richter, Christina Kasess)