13.06.2012
Zwischen der Krise 2008 und der heute gäbe es einen entscheidenden Unterschied, sagt der Finanz- und Edelmettalexperte James Turk im Interview mit dem Handelsblatt. Damals gab es ein Liquiditätsproblem. Die Banken wollten kein Geld verleihen, aus Angst es nicht zurück zu bekommen. Heute haben die Zentralbanken den Markt mit Geld geflutet. Es gäbe mehr als genug Liquidität, so Turk. Nur wüsste derzeit niemand ob dieses Geld in der Zukunft noch etwas wert ist. Und diese Angst vor einer Inflation sei gefährlicher als das, was man nach 2008 erlebte.
„Im Sommer 2008 wusste niemand, dass es die Pleite von Lehmann Brothers sein würde, die alles zum Einsturz bringt. Aber jeder hatte eine Ahnung, dass etwas passieren wird. Diesmal ist es wieder so,“ warnt Turk. Niemand weiß gegen welche Wand die Börsen diesmal fahren. Ob es der Austritt Griechenlands oder die Pleite einer Spanischen Bank sein wird, wisse Turk nicht.
Die Ursachen der Kriese lägen in den angehäuften Schuldenbergen. „Manche Staaten sind bereist kollabiert, beispielsweise Island, Dubai oder Griechenland. Spanien oder Italien werden folgen. Der Punkt an dem es nicht mehr weitergeht, ist bald erreicht,“ warnt er. Die jetzige Entwicklung werde zu Zuständen führen, wie man sie aus Zeiten der Weimarer Republik kennt.
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Bildquelle: (Pixelio.de/ Gerd Altmann)