7.06.2012

Breites Familienbündnis für Betreuungsgeld

Wir sagen JA zum Betreuungsgeld

Breites Familienbündnis für Betreuungsgeld

"Ja zum Betreuungsgeld!" sagen die Christdemokraten für das Leben, der Familienbund der Katholiken Bayern, Autorin Stefanie Selhorst, die Elterninitiative für Familiengerechtigkeit, Erziehungstrends und Dr. Christoph Sprich. Sie alle eint die Forderung an die Politik, auch Eltern eine finanzielle Anerkennung ihrer Erziehungsleistung zukommen zu lassen. Familien leisten großartiges für unsere Gesellschaft - das muß honoriert werden.

Christdemokraten für das Leben: "Sind Eltern heute generell schlechter,  fauler, dümmer oder verantwortungsloser als früher? So vermuten es offensichtlich jene, die heute die Eltern von der Erziehung ihrer Kleinkinder am liebsten ganztägig befreien wollen. Oder ist Kindererziehung etwa nur noch durch Fachkräfte möglich? Die meisten vehementen VerfechterInnen der Krippenpriorisierung sind selbst nicht in den Genuß der Krippe gekommen. Sind sie dadurch etwa a-sozial geworden? Wohl kaum!

Wahlfreiheit verlangt nach Alternativen: Mit dem  Betreuungsgeld kann der Staat zeigen, ob er privat getragene Verantwortung überhaupt noch anerkennen will! Dafür wird es höchste Zeit. Eltern müssen gestärkt und nicht entmündigt werden!"

Familienbund der Katholiken Bayern: „Ich unterstütze das Betreuungsgeld, weil es sehr klar das Vertrauen in Eltern zum Ausdruck bringt - und weil allein schon das Beharren darauf eine bewusstseinsbildende Debatte in Gang gebracht hat.“

Stefanie Selhorst: „Zu Hause ist ein jeder Mensch einmalig, unersetzlich, ganz verstanden und ganztags wichtiger als andere, fremde Menschen. Das Lebensgefühl der Sicherheit und Geborgenheit, das Gefühl auch, auserwählt zu sein, ist der Nährboden für Wurzeln und Flügel zugleich. Manchen Eltern ist es ganz wichtig, ihr Kind mit diesem Willkommens-Lied zu begrüßen und lange, lange zu beschenken. Dann wird es zu seinem ständigen Begleiter, seinem Schutzengel werden. Ich würde gerne in einem kulturellen Umfeld leben, das auch die sinnvollen aber vielleicht nicht zweckdienlichen Lebensentwürfe respektiert. Deshalb bin ich für ein Betreuungsgeld für Familien, die ihren Kindern so lange ihre Zeit schenken wollen, bis diese gesättigt sind – ein Leben lang.“ 

Elterninitiative für Familiengerechtigkeit: „Die Wertschätzung von Kindern und deren Eltern hat durch die üble Gezänk um das Betreuungsgeld schwer gelitten. Kinder sind aber für das Gemeinwohl ein Segen, wenn sie in elterlicher Obhut und Fürsorge als kostbares Individuum geschätzt und geliebt werden.

Haben wir uns in Deutschland nicht schon genug blamiert durch unsere unselige Debatte um das vereinbarte Mini-Betreuungsgeld? Müssen wir uns jetzt auch noch den Spott unserer europäischen Nachbarn aufhalsen, indem wir Eltern durch die Verweigerung von 150 Euro Betreuungsgeld bestrafen, wenn sie ihre Kleinsten eigenverantwortlich erziehen wollen? Wir sind für ein Betreuungsgeld in Höhe der staatlichen Krippenförderung."

Erziehungstrends: "Endlich wird den Eltern, die ihre Kinder Zuhause erziehen, mit dem Betreuungsgeld eine erste Anerkennung zuteil. Wir wissen aus der negativen Erfahrung mit der frühkindlichen Staatserziehung im Osten und aus der Bindungsforschung, wie entscheidend in den ersten Lebensjahren personale Bindungen für den Vertrauenserwerb eines Kindes sind.

Was Familien hier leisten, ist unersetzbar für die Zukunft unserer Gesellschaft. Das viel zu geringe Betreuungsgeld ist ein erster Schritt für die Wahlfreiheit der Eltern, ihre Kinder in den ersten drei Jahren auch Zuhause haben zu können."

Dr. Christoph Sprich:  "Wir brauchen das Betreuungsgeld als starkes Signal gegen die fortschreitende Kollektivierung und Verstaatlichung der Kindererziehung. Ein Staat, der einseitig die kollektive Erziehung fördert, beschädigt die Institution der Familie als Grundlage einer freiheitlichen Gesellschaft."

 

 

 

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Kommentare

  • 11.06. 21:41

    Thomas kühn

    Das Betreuungsgeld ist eine der größten Fehlentwicklung in dieser kapitalistischen Gesellschaft. Es untersttütz das Prinzip;"Teile und herrsche." Ja, Familie ist die kleinste Zelle der Gesellschaft. Die Familie soll Liebe, Zuneigung, Selbstvertrauen und Halt geben. Aber durch die alleinige Erziehung zu Hause, fern von der sozialen Gesellschaft isoliert, erlernen Kinder ganz wesentliche soziale Kompetenzen nicht. Die Tendenz zur egoistischen Erziehung ist zu befürchten. Was ist eine Zelle allein? Die Menschheit konnte sich nur so entwickeln, weil sie in Gesellschaft lebt und handelt.

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