6.06.2012

Europa hat gezeigt, dass es sich erpressen lässt

Spanier ahmen Griechen nach

Europa hat gezeigt, dass es sich erpressen lässt

Welche Gelüste die Gemeinschaftswährung und der Versuch ihrer »Rettung« bei den Trittbrettfahrern geweckt hat, wird zur Zeit bei der spanischen Krise deutlich. Während der Staat finanziell eigentlich nicht so schlecht dasteht, kriselt es im Bankensektor gewaltig. Nun stützt der Staat die in Schieflage geratenen Geldinstitute, weshalb seine Bonität sinkt.

Die Folge:

Die Zinsen klettern auf ein Niveau wie vor der Euro-Einführung. Inzwischen haben sich die Spanier aber daran gewöhnt, dass niedrige Zinsen ein gutes Leben ermöglichen. Diesen Zustand möchten die erhalten – und werden deshalb andere zur Kasse bitten – ohne aber eine Gegenleistung erbringen zu wollen. Dies ist auch verständlich, denn die Gegenleistung besteht in der Abgabe der Nationalen Souveränität. Also warten die Spanier ab, bis die EU ihren Banken erlaubt sich direkt bei den Rettungsschirmen zu bedienen. Die Griechen dienen hier offensichtlich als Vorbild: Sie haben demonstriert, dass sich die Europäer erpressen lassen.

Mehr dazu auf: faz.net

(oe) (OS)

 

Bildquelle: (Pixelio/ La-Liana) 

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Kommentare

  • 7.06. 15:02

    Matthes

    Es gibt mir dem ESM einen neuen Geldtopf und jetzt versucht jeder Staat, möglichst schnell und möglichst viel auszuschöpfen. Bevor die anderen kommen. Brüssel hat nur noch den einen Zweck, billiges Geld zu beschaffen. Leider ist das meistens das Geld der Deutschen. Und die deutsche Politik wehrt sich nicht. Aufgrund ihrer "Historischen Verantwortung"? Aber leider ist das auch mein Geld, und das ist nicht historisch!

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