6.06.2012
Welche Gelüste die Gemeinschaftswährung und der Versuch ihrer »Rettung« bei den Trittbrettfahrern geweckt hat, wird zur Zeit bei der spanischen Krise deutlich. Während der Staat finanziell eigentlich nicht so schlecht dasteht, kriselt es im Bankensektor gewaltig. Nun stützt der Staat die in Schieflage geratenen Geldinstitute, weshalb seine Bonität sinkt.
Die Folge:
Die Zinsen klettern auf ein Niveau wie vor der Euro-Einführung. Inzwischen haben sich die Spanier aber daran gewöhnt, dass niedrige Zinsen ein gutes Leben ermöglichen. Diesen Zustand möchten die erhalten – und werden deshalb andere zur Kasse bitten – ohne aber eine Gegenleistung erbringen zu wollen. Dies ist auch verständlich, denn die Gegenleistung besteht in der Abgabe der Nationalen Souveränität. Also warten die Spanier ab, bis die EU ihren Banken erlaubt sich direkt bei den Rettungsschirmen zu bedienen. Die Griechen dienen hier offensichtlich als Vorbild: Sie haben demonstriert, dass sich die Europäer erpressen lassen.
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(oe) (OS)
Bildquelle: (Pixelio/ La-Liana)