5.06.2012
Die Spanische Regierung bleibt starrköpfig. Sie will sich partout nicht unter den extra aufgespannten Rettungsschirm stellen. Die Untergangsszenarien die hierzulande für den Fall an die Wand gemalt werden, dass der ESM nicht zustande kommt, werden in Spanien benutzt um den Menschen vor einer „Intervention“ des ESM Angst zu machen. So warnte Wirtschaftsminister Luis Guindos: „Sie würde zu völligem Misstrauen führen, zu einem Dominoeffekt“, an dessen Ende das BIP nicht bloß um zwei oder drei Prozent zurückgehen werde. „Die Rettung bedeutet in Wirklichkeit große Depression,“ sagt er.
Insofern wäre die „Rettung“ eine große Eselei. Stattdessen wartet Spanien ab, bis seine Banken die Gelegenheit bekommen sich direkt aus EFSF oder ESM zu finanzieren. Dann profitiert Spanien mit seien vielen verstaatlichten Banken, kommt aber möglicherweise um unangenehme Auflagen herum.
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(OS)
Bildquelle: (Pixelio.de/ Wilhelmine Wulff)