29.05.2012
Seit Samstag gibt es nur noch ein Thema in den griechischen Medien: Christine Lagard, Chefin des Internationalen Währungsfonds IWF. Diese hatte in einem Interview mit dem „Guardian“ gesagt: Ich sorge mich mehr um die Kinder in einem kleinen Dorf in Niger, die nur zwei Stunden Unterricht am Tag haben und sich zu dritt einen Stuhl in der Schule teilen. Sie brennen darauf, Bildung zu bekommen. An diese Kinder denke ich die ganze Zeit. Denn ich glaube, sie brauchen viel mehr unsere Hilfe als die Menschen in Athen."
Darüber hinaus kritisierte Lagarde die schlechte Steuermoral in dem Land. Die Griechen sollten endlich anfangen, ihre Steuern zu zahlen. Alexis Tsipras, der Chef des Bündnisses der radikalen Linken sagte dazu: „Das Letzte was wir brauchen, ist das Mitleid der Frau Lagarde“. Die meisten Griechen zahlten Steuern.
„Ich verstehe nicht was das soll. Es ist, als ob man dem Kranken, dem man die falsche Medizin gegeben hat, zur Verantwortung zieht,“ sagte ein Sprecher der konservativen Nea Dimokratia. Dabei war es eben diese Partei, die über Jahre zur falschen Medizin griff oder die Behandlung ganz verweigerte.
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(OS)
Bildquelle: (Wikipedia)