25.05.2012
Nachdem Francois Hollande das Tema bereits auf dem EU-Sondergipfel in Brüssel zu Sprache brachte, wird spricht sich nun auch Mario Monti für einen europaweiten Einlagensicherungsfond aus. Ziel eines solchen Fonds soll sein, eine Kapitalflucht mit dem immer wahrscheinlicher werdenden Austritt Griechenlands aus der Eurozone zu verhindern.
Diese Sorge ist mehr als berechtigt. Am vergangenen Donnerstag hoben Südeuropäer 1,8 Milliarden Euro von ihren Sparkonten ab. Nun befürchten die Verantwortlichen – auch angesichts des Zustandes des spanischen Bankensektors – dass mit einem Ausscheiden Griechenlands ein riesiger Banken-Run ausgelöst werden könnte, durch den der innereuropäische Zahlungsverkehr zum erliegen kommen könnte.
Alle 17 Mitglieder der Eurozone sprachen sich für die Idee aus. Wiedermal fallen Euro- und Bankenrettung zusammen. Vielleicht sollten sich die Machthaber in Europa darauf besinnen, dass freie Marktwirtschaft nicht bedeutet Banken mit Steuergeldern zu stützen, wenn sie schlecht wirtschaften.
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