22.05.2012

Betreuungsgeldebatte

Von der Leyen: Regelmäßige Prüfung der Betreuungsgeldempfänger

Betreuungsgeldebatte

 Dem widersprach die bayerische Familienministerin Christine Haderthauer (CSU).  Die Forderung der Arbeitsministerin unterstelle, "dass häusliche Betreuung für Einjährige automatisch nachteilig sei", so Haderthauer in der "Leipziger Volkszeitung". "Die Antwort darauf muss sein, zu prüfen, ob jedes Kleinkind, das in die Krippe gegeben wird, krippentauglich ist. Diese Bevormundung junger Eltern kann von der Leyen doch nicht ernst meinen - das wäre Überwachungsstaat pur."

 

Von der Leyen warnte im Interview zudem davor, nicht in alte Rollenmuster zu verfallen: "Wir dürfen nicht in den Muff des letzten Jahrhunderts zurückfallen, als Eltern danach beurteilt wurden, wer das Geld verdiente. Natürlich erziehen überwiegend alle Mütter ihre Kinder erstens selbst und zweitens gut. Ganz egal, ob sie erwerbstätig sind oder nicht, ob sie Tagesmutter, Großmutter oder einen Krippenplatz nutzen. Das gilt genauso für Väter", sagte von der Leyen.

Quelle: Spiegel, Nr. 21/2012, S. 29.

Foto: Dirk Vorderstraße/wikipedia (Lizenz: CC BY 3.0)

 

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Kommentare

  • 23.05. 10:05

    Teska

    Nun also auch die CDU: Lufthoheit über den Kinderbetten! Für die Adlige ist die Aufzucht der Kleinkinder vom Staat die Heilslehre, Erziehung in der Familie wird nur noch - wie lange noch - geduldet.

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