22.05.2012
Der Eurozone droht eine schwere Rezession. Zu diesem Schluss kommt die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Demnach drohe ein Rückgang von zwei Prozent, wie der OECD-Chefökonom Pier Carlo Padoan erklärte. Der nötige Reformprozess habe begonnen, werde aber ausgebremst – durch maues Wirtschaftswachstum. „Vor diesem Hintergrund wächst die Gefahr eines Teufelskreises, der durch eine hohe nicht abnehmende Verschuldung, ein schwaches Bankensystem, eine zu starke fiskalische Straffung und ein niedriges Wachstum in Gang gesetzt werden könnte“, so Padoan.
Ihm zufolge sei die Staatschuldenkrise noch nicht gebannt und stelle ein hohes Risiko für die Weltwirtschaft dar.
Die Wahlen in Frankreich und Griechenland haben gezeigt, dass die Menschen reformmüde sind. Die OECD schlägt daher Reformen vor, gleichermaßen die Haushaltskonsolidierung vorantreiben und für Wachstum sorgen. Hierbei sollte man eines im Auge behalten: Das eine erschwert das andere und umgekehrt. Haushaltskonsolidierung würgt oft Wachstum ab und Wachstumsspritzen belasten den Haushalt. Was Padoan und die OECD vorschlagen, ist sicher nicht unmöglich. Viel verlangt ist es schon.
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Bildquelle: (Gerd Altmann/ Pixelio.de)