22.05.2012
Spanien steckt in der Rezession, seine maroden Kredithäuser brauchen offensichtlich neue Milliardenspritzen. Die viertgrößte Bank des Landes, Bankia, wird weitere Staatshilfen von rund 7,5 Milliarden Euro beantragen müssen. Faule Immobilienkredite hatten die Großbank zum Taumeln gebracht. Wie das Wirtschaftsministerium mitteilte, soll nun die Beraterfirma Roland Berger die Bilanzen der spanischen Banken prüfen.
Da in der vergangenen Woche bekannt wurde, dass Spanien wieder keine korrekten Angaben über sein Defizit machen konnte, sollen nun auch Beamte der EU die Daten prüfen. Die Experten sollen mitteilen, ob die jüngste Revision ausreiche, erklärte eine Sprecherin der EU-Kommission.
Eurostat müsse sicherstellen, dass „solch ein Problem nicht wieder auftritt“, hieß es. Das spanische Wirtschaftsministerium musste die Defizitzahlen für 2011 nochmals heraufsetzen. Der Fehlbetrag habe bei 8,9 statt 8,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) gelegen.
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