Antwort von Willi Brase
Initiative
Familienfaire Sozialreform anpacken

Frage

Unsere Sozialsysteme sind umlagefinanziert. Was die aktive Generation einzahlt, wird sofort verbraucht. Rücklagen werden nicht gebildet. Wenn zu wenige aktive Einzahler nachwachsen, bricht das System irgendwann zusammen. Kinder zu haben und sie zu erziehen, muß demnach als gleichwertige Beitragsleistung angesehen werden wie Geldeinzahlungen.

Ich fordere Sie deshalb auf, sich politisch für eine deutlich stärkere Anerkennung von Erziehungsleistung (generativer Beitrag) bei der Höhe der Auszahlung der Renten sowie eine an der Zahl der Kinder orientierte Entlastung der Eltern bei der Höhe der Einzahlungen in die sozialen Sicherungssysteme einzusetzen.

Legen Sie bitte Ihre Haltung zu dieser Frage offen. Sind Sie für oder gegen eine so verstandene familiengerechte Sozialreform?

Meine politische Unterstützung werde ich stark von Ihrer Haltung in dieser Frage abhängig machen.

Antwort

Willi Brase
Willi Brase
SPD
Siegen-Wittgenstein
die notwendige Weiterentwicklung des Sozialsystems ist weder mit Ja/Nein -Fragen zu beantworten noch mit einfachen Schlagworten zu umschreiben. Vielmehr bedarf es einer gründlichen Diskussion und einer klaren Zielperspektive. Dabei ist auch den veränderten Lebenssituationen der Bürgerinnen und Bürger (Alleinerziehende, Lebensgemeinschaften,
Lebenspartnerschaften etc.) Rechnung zu tragen. Nicht zuletzt machen die Urteile des Bundesverfassungsgerichts etwa zu den Kinderregelsätzen deutlich, dass bei einer Weiterentwicklung des Sozialsystems gründlich und überlegt vorzugehen ist. Die derzeitige Begünstigung von Familien
mit hohem Einkommen durch Steuerfreibeträge statt Kindergeld ist nicht hinzunehmen. Mit freundlichen Grüßen, Willi Brase


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